Zwei kritische Schwachstellen in PHP erlauben Angriffe ohne Anmeldung. Es wird geschätzt, dass PHP auf 70 Prozent der Webseiten wie Joomla oder Wordpress läuft. Einige Behörden sind vorsorglich offline gegangen. Ob Angreifer die Fehler schon vor dem Update am 21.10.2026 nutzten, ist offen.
Zwei gefährliche Sicherheitslücken in der Programmiersprache PHP sorgen derzeit für Aufsehen. Angreifer könnten diese Schwachstellen ausnutzen, ohne sich anmelden zu müssen. Da PHP auf rund 70 Prozent aller Webseiten eingesetzt wird, könnten viele Internetseiten betroffen sein.
Konkret sind laut PHP folgende Versionen anfällig:
- vor 8.5.12
- vor 8.4.27
- vor 8.3.36
- vor 8.2.35
Behörden reagieren vorsorglich!
Am 21. Oktober schalteten mehrere Behörden und Universitäten ihre Webseiten vorübergehend ab. Betroffen waren unter anderem Ministerien in Baden-Württemberg, die Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim sowie die Stadt Mainz.
Die Abschaltungen dienten ausschließlich der Sicherheit. Hinweise auf konkrete Cyberangriffe gab es dabei nicht.
Was bedeutet das für Webseitenbetreiber?
Laut PHP sind die Versionen 8.2 bis 8.5 betroffen. Das Sicherheitsunternehmen Wiz vermutet, dass auch ältere Versionen gefährdet sein könnten.
Webseitenbetreiber sollten deshalb schnellstmöglich ihre PHP-Version überprüfen und verfügbare Sicherheitsupdates installieren.
Müssen sich Internetnutzer Sorgen machen?
Für normale Internetnutzer besteht kein direkter Handlungsbedarf. Allerdings könnten Webseiten vorübergehend nicht erreichbar sein. Bei erfolgreichen Angriffen besteht außerdem die Gefahr eines Datenverlusts.
Fazit: Die Sicherheitslücken zeigen, wie wichtig regelmäßige Updates sind. Ob Angreifer die Schwachstellen bereits ausgenutzt haben, ist bisher unklar.