Mit der neuen DNS-Filterfunktion der FRITZ!Box können Internetnutzer unerwünschte Inhalte bereits auf Netzwerkebene blockieren. Was zunächst nach einem sinnvollen Sicherheitsgewinn klingt, hat allerdings auch eine Kehrseite.

Schutz vor gefährlichen Webseiten

DNS-Filter können bekannte Phishing-Seiten, Schadsoftware und betrügerische Angebote blockieren, bevor diese überhaupt im Browser geladen werden. Je nach verwendetem DNS-Dienst lassen sich auch Werbeanzeigen und Tracking-Dienste unterdrücken. Der Vorteil: Der Schutz wirkt für viele Geräte im Heimnetz, ohne dass auf jedem Gerät ein eigener Werbeblocker installiert werden muss.

Wenn Werbung plötzlich verschwindet

Allerdings blockieren manche DNS-Filter nicht nur gefährliche Inhalte, sondern auch ganz normale Werbung. Auf werbefinanzierten Webseiten wie Wetterportalen, Nachrichtenangeboten oder Blogs bleiben dadurch Werbeflächen leer.

Für Besucher mag das angenehm sein. Für die Betreiber bedeutet es jedoch weniger Einnahmen. Denn viele kostenlose Internetangebote finanzieren ihre redaktionellen Inhalte, ihre Technik und ihre Mitarbeiter durch Werbung.

Unser Fazit

DNS-Filter sind ein nützliches Werkzeug für mehr Sicherheit und Datenschutz. Doch nicht jede Werbung ist automatisch gefährlich. Wer kostenlose und unabhängige Internetangebote schätzt, sollte sich bewusst machen, dass deren Finanzierung häufig von Werbeeinnahmen abhängt.

Unser Tipp: Nutzen Sie DNS-Filter zum Schutz vor schädlichen Webseiten, prüfen Sie aber, ob eine pauschale Werbeblockierung wirklich notwendig ist. So können Sicherheit und ein weiterhin frei zugängliches Internet miteinander vereinbart werden.